Zerstörung der Artenvielfalt – Wie Staat & Kommunen Straßen- und Feldraine zu Tode „pflegen“ –

Z e r s t ö r u n g   d e r    A r t e n v i e l f a l t

– Wie Staat & Kommunen Straßen- und Feldraine zu Tode „pflegen“ –

Jeder, der sich mit der Natur beschäftigt, weiß, dass seit Jahrzehnten eine immer stärkere Verarmung in der heimischen Tier- und Pflanzenwelt stattfindet. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Ein ganz wichtiger ist die industrielle Landwirtschaft, die mit Ausräumung der Fluren, mit Monokultur und Gifteinsatz riesige Flächen zu Ungunsten der Natur in Beschlag genommen hat. Feldraine und große Bäume sind aus der Landschaft verschwunden. Kleinbiotope, die einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen einen Lebensraum boten, wurden zerstört. Viele Lebewesen waren gezwungen, sich auf noch verbliebene Lebensräume zu beschränken, aber selbst diese sind nun seit einigen Jahren durch ein neues Konzept bedroht, nämlich die bürokratische „Pflege“.

Im Folgenden komme ich auf die viel zu übertriebenen Mähmaßnahmen in unserem Land zu sprechen:

Diese beginnen meist viel zu früh im Jahr, oft schon Ende April, wenn also gerade die ersten Wildblumen blühen, und sind viel zu breit angelegt. Aus Sicherheitsgründen“ wird selbst an kaum befahrenen Straßen und Wegen mit Maschineneinsatz großflächig alles weggemulcht. Ein kleiner Streifen von 0,5 – 1m würde vollauf genügen. Im Anhang sind Fotos aus dem Landkreis Bamberg zu sehen, die so haarsträubend sind, dass man nur den Kopf schütteln kann. Überall in den fränkischen Fluren herrscht anstelle bunter Blumenvielfalt die Eintönigkeit vor. Schmetterlinge, deren Anzahl extrem abgenommen hat, aber auch andere Insekten sind auf Rückzugsgebiete angewiesen. Trotzdem werden, selbst während der Trockenperioden rücksichtslos solche Gebiete, die ja wichtige Futterquellen aufweisen, vernichtet. Mit Steuergeldern wird hier Naturzerstörung betrieben, die zum Himmel schreit. Leider haben sich in den letzten Jahren Bürokratien etabliert, denen der Schutz der Natur egal ist. Auch das Wissen über Zusammenhänge in der Natur und die Liebe zu ihr scheinen verschwunden zu sein. Die über Jahrmillionen gewachsene Artenvielfalt auf unserer Erde ist kein Zufall, und sie wird von uns Menschen rücksichtslos reduziert.

Ein Beispiel für eine negative Folge:

Die Nahrungskette wird schon auf einer ganz unteren Stufe empfindlich gestört. Vogelbruten verhungern, weil nicht genügend Insekten, die wiederum viel Blühendes brauchen, von den Vogeleltern gefunden werden. Von Vogelkundlern wird bereits empfohlen, wegen des mageren Angebots auch im Sommer zu füttern.
Der Wahn, der leider inzwischen in unserer Gesellschaft vorherrscht, ist, dass alles, auch die Natur, aufgeräumt und „gepflegt“ aussehen muss. Für Tiere und Pflanzen ist diese Einstellung verderblich, weil sie eben Lebensräume vernichtet. Sehr ungünstig ist weiterhin, dass sich auch die Gartenkultur verändert hat. Naturferne, fast sterile Gärten, in denen kein „Unkraut“ und Tier eine Heimat finden darf, sind leider stark im Kommen. Gerade deshalb müssen die nicht genutzten Flächen, sprich Straßen- und Wegränder, Raine und Gräben gehegt, aber nicht „totgepflegt“ werden.
Verderblich wirken sich auch die modernen Mähtechniken aus. Wird eine Wiese mit Kreisel- oder Balkenmäher abgemäht, wird das Schnittgut meist erst getrocknet, bevor es abtransportiert wird. Überlebende Organismen (Insekten, Raupen etc.) können entkommen und sich neue Nahrungsquellen suchen. Beim Mulchen allerdings, der fast ausschließlich an Straßen- und Wegrändern, Rainen und Gräben praktizierten Mähtechnik, gibt es kein Entkommen. Praktisch alle Lebewesen (Insekten, Eidechsen, Schnecken, Igel, Blindschleichen etc.) werden vernichtet. Darüber hinaus wird das Mähgut meist nicht abtransportiert und führt daher zur Überdüngung.
Das bedeutet, dass nur noch wenige robuste Pflanzen vorkommen, die von den Tieren gebrauchte Vielfalt verschwindet und Eintönigkeit vorherrscht. Großmundig wird in Broschüren von Artenvielfalt, Artenschutz, Naturschutz usw. geschrieben, aber die Realität sieht anders aus. Auch die Schönheit von Natur und Landschaft selbst scheint keine Rolle mehr zu spielen. Dabei wäre durch ein bloßes Unterlassen dieser übertriebenen „ Pflege“, die nebenbei noch Unsummen an Steuergeldern verschlingt, ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz geleistet. Es muss dringend ein Umdenken bei den Behörden und den verantwortlichen Politikern stattfinden, sonst erleben wir eine ständig zunehmende Verarmung unserer Welt. Es muss durchgesetzt werden, dass überflüssiges Mähen an Flur- und vor allem Waldwegen und an Rainen und Gräben kategorisch untersagt wird, dass dort wo es wirklich nötig ist, viel schmäler gemäht wird und dass „ Pflegeverträge“ mit Firmen und Landwirten kritisch überprüft werden.

Der Zeitpunkt des Mähens sollte so spät wie möglich sein, auf alle Fälle nach dem Aussamen der Blumen. Insektenbiotope, wie zum Beispiel weite Hänge an Wegen und Gräben, sollten nicht kahl gemäht werden.

Abschließend mache ich einen Vorschlag, wie man Natur und Landschaft bereichern kann: Man sollte an Flur- und Waldwegen, an den Rainen und Grabenhängen, die man bisher nur „leer gepflegt“ hat, die Samen der heimischen Wildblumen ausbringen und diese blühen und aussamen lassen. Damit würde man einen aktiven und sehr sinnvollen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten.

Günter Ruppert
Bund Naturschutz – Ortsgruppe Buttenheim

 

 

 

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Der Boden

Unsere Böden – unser Schicksal

Aktuelle Situation

Wir leben von unseren Böden. Um unsere Ernährung langfristig zu sichern, brauchen wir fruchtbare, lebendige Böden.

Aber unsere Böden sind mehr, als nur Nahrungslieferanten.

  • Ohne intakte Böden gibt es kein sauberes Trinkwasser.
  • Funktionierende Böden sind ausgezeichnete CO2-Speicher. Defizite beschleunigen den Klimawandel.
  • Die Artenvielfalt braucht gesunde Böden.

Böden Europas weisen mit 23 % weltweit jedoch den höchsten Anteil an degradierten Flächen aus, Flächen also, die ihre natürliche Bodenfunktion nicht mehr voll erfüllen können. Ihre Funktionsfähigkeit wieder herzustellen, ist eine Aufgabe, die den Zeithorizont der derzeit lebenden Menschen weit übersteigt.

 

Wir verbrauchen unsere Böden –

wir verbrauchen ein nicht erneuerbares Gut

 

Ungeachtet dieser enormen Bedeutung „verbrauchen“ wir unsere Böden, als wären sie eine unerschöpfliche Handelsware. Tag für Tag nehmen wir in Deutschland im Durchschnitt 66 ha (Stand: 2017) Boden in Anspruch und machen daraus in unumkehrbarer Weise Straßen, Plätze, Wohngebäude und Gewerbehallen.

Da uns diese Flächen für die Nahrungsmittelproduktion nicht mehr zur Verfügung stehen, leben wir ganz einfach von den Böden jenseits unserer Landesgrenzen. Jährlich fast 80 Millionen Hektar „fremdes Land“ benötigen wir Deutschen zwischenzeitlich, um auf unsere Art und Weise satt zu werden. Im Jahre 2015 importierte Deutschland z. B. Milch- und Milcherzeugnisse im Wert 5,6 Milliarden Euro.

 

Was dringend nötig wäre

  • Eine Landwirtschaft, die nicht gegen, sondern mit der Natur arbeitet.
  • Eine Reduzierung des maßlosen Flächenverbrauchs.
  • Eine Drosselung der Fleisch- und Milchproduktion, die weltweit riesige Flächen für die Futtermittelerzeugung in Beschlag nimmt.
  • Gesetzliche Bodenschutzregeln auf europäischer Ebene.

Auswirkungen des Flugverkehrs auf den Klimawandel

 Beitrag I

Flugverkehr & Klimawandel

  •                                                             

Schon heute gehen in Deutschland 8 % der gesamten Treibhausgasbelastung auf das Konto des Flugverkehrs.

 Es steht zu befürchten, dass die Belastung durch den Flugverkehr bald höher sein wird, als die durch den Pkw-Verkehr.

 

Der Flugverkehr verursacht nicht nur das Treibhausgas Kohlendioxid, sondern auch Stickoxide und Wasserdampf in hohen Luftschichten, deren Klimaschädlichkeit zwei- bis fünfmal höher ist als die von Kohlendioxid.

 

4 Tonnen Kohlendioxid verursacht im Durchschnitt weltweit 1 Mensch pro Jahr (in Kenia sind es nur 0,3 Tonnen, in Deutschland 10 Tonnen). Genau diese Menge (4 Tonnen) produziert aber auch 1 Mensch durch eine einzige Flugreise nach Teneriffa und zurück.

 

Nur 5 % der Menschen sind in ihrem Leben je geflogen.

Von denen, die der Klimawandel am härtesten treffen wird, haben die wenigsten je ein Flugzeug bestiegen.

 

Erfolgreiche Bekämpfung des Klimawandels erfordert daher in erster Linie eine Änderung des Lebensstils der Wohlhabenden.

 

 

 

Beitrag 2

– zurzeit nicht belegt –

 


 

 

 

 


 

 

 

Naturschönheiten – Foto-Galerie zum Ergänzen

 

Galerie der Naturschönheiten ergänzen

So funktionierts:

Sie senden Ihr Naturfoto per Mail an

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

Damit es zu keiner Urheberrechtsverletzung kommt, erklären Sie bitte bei der Übersendung des Fotos,

dass es von Ihnen stammt und

geben Ihren Vor- und Zunamen an.

 

Das Foto wird dann mit Ihrem Vor- und Zunamen versehen in die Galerie gestellt.

 

Die Galerie soll Ausdruck unserer Liebe zur Natur sein und Mitmenschen begeistern.

 

 

G a l e r i e   d e r   N a t u r s c h ö n h e i t e n

 

Z a u b e r   d e r   J a h r e s z e i t e n

 

 

W   i   n   t   e   r

 

Kopie von IMGP4416

 Von Birgit Mergenthal

 

 

F  r  ü  h  l  i  n  g 

 

 

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Von Von Birgit Mergenthal

 

 

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Von Birgit Mergenthal

 

 

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Von Birgit Mergenthal

 

 

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Von Birgit Mergenthal

 

 

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Von Birgit Mergenthal

 

Buchfink

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Franz Proksch

 

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Frühling 2012 im Nationalpark Cinque Terre

von Franz Proksch

 

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Frühling in der Fränkischen Schweiz bei Pretzfeld

von

mixdpixls auf flickr.com

Mehr über den Fotografen:  

http://www.flickr.com/photos/40290128@N04/7829350552/in/pool-fraenkische-schweiz-bayern%7C40290128@N04

 

 

S o m m e r

 

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Sommer in Franken

von Franz Proksch

Hier können sie sich beteiligen:

 

 

Nachstehend finden Sie zur Zeit die folgenden Tipps:

 

I. Für Umweltfreunde mit sehr wenig Zeit: Umweltkampagnen durch Unterschrift unterstützen

II. Mitmachangebote regional für Interessenten, die im Landkreis Bamberg wohnen

III. Den Bruder Baum retten (Windbruch muss kein Beinbruch sein)

IV. Blühende Feldraine

V. So geben Sie der Natur und der Umwelt eine Chance (Mitmachtipps von Beate Mergenthal)

 

 

I.

Für Umweltfreunde mit sehr wenig Zeit:

Umweltkampagnen durch Unterschrift unterstützen

EU-Bürgerinitiative „Stoppen wir den Ökozid“

Eine Gruppe internationaler Juristen und Juristinnen ist der Überzeugung, dass wir als Zivilisation nun bereit sind für einen nächsten Schritt: Ökozid weltweit zu einem Verbrechen zu erklären. Ökozid wird dabei definiert als

      „die erhebliche Beschädigung, Zerstörung oder der Verlust von Ökosystemen

       eines bestimmten Gebietes durch menschliches Handeln oder andere

      Ursachen in einem Ausmaß, welches die friedliche Nutzung des Gebietes

      durch seine Bewohner stark einschränkt oder einschränken wird“.

Dieses Ziel soll über eine europäische Bürgerinitiative erreicht werden. Wer mitmachen will, kann sich an der Aktion unter www.endecocide.eu beteiligen.

Weitere Infos unter www. oekozid.org

 

II.

M i t m a c h a n g e b o t e   r e g i o n a l

für Interessenten, die im Landkreis Bamberg wohnen

(alle Angebote sind kostenlos, auch keine Vereinsmitgliedschaft etc.)

 

F r ü h j a h r

*

 

Wir betreuen einen Amphibienübergang und suchen ständig Helfer

*

Wir schneiden Bäume auf den Streuobstwiesen

*

Wir veredeln kleine Obstbäume mit wertvollen alten Obstsorten

*

Wir sammeln Heilkräuter auf unseren Streuobstwiesen

 

 

Wenn Sie (männlich o. weiblich, jung o. alt) mitmachen wollen, erreichen Sie uns unter 09543/9456 oder

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

 

S o m m e r

*

Wir suchen ständig Jugendliche, Erwachsene, Senioren

– männlich oder weiblich –

für Streuobstwiesen-Arbeiten

(Heu rechen, Baumscheiben pflegen etc.)

Wenn Sie mitmachen wollen, erreichen Sie uns unter 09543/9456 oder

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

 

H e r b s t

 

  • S c h u l h ö f e  mit Nistkästen ausstatten

  • Auf Streuobstwiesen   L e b e n s b e d i n g u n g e n   für gefährdete Vogelarten schaffen

  • F e l d r a i n e   mit Obstbäumen bepflanzen (alte Sorten) oder seltene Pflanzenarten wieder ansiedeln

Auch hier kann jeder/jede mitmachen, vom Jugendlichen bis zum Greis.

Sie erreichen uns unter 09543/9456 oder info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

W i n t e r

 

Ca. 300 Nistkästen warten darauf, gereinigt zu werden (auf Streuobstwiesen oder im Auftrag von Privatleuten). Dabei werden die Nistergebnisse statistisch erfasst. Anhand des Nestes wird die Vogelart bestimmt, die in den einzelnen Kästen gebrütet hat.

*

Wir organisieren Vorträge zu aktuellen Natur- u. Umweltschutzthemen

*

Wir informieren die Öffentlichkeit über Entwicklungen,

die der Natur und der Umwelt schaden

*

Mit mutigen Natur- u. Umweltschützer führen wir

bei bestimmten öffentlichen Anlässen Aktionen durch

(z. B. Spruchband-Demos gegen den Konsumwahn)

*

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Schulen

(wir kaufen z. B. Bau von Schulen im Werkunterricht gebaute Nistkästen)

 

Auch hier gilt: Wenn Sie (männlich o. weiblich, jung o. alt) mitmachen wollen, erreichen Sie uns unter 09543/9456 oder

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

G a n z j ä h r i g   bieten wir an

Treffen mit Gleichgesinnten in regelmäßigen und unregelmäßigen Abständen

 

 

 

 

III.

Den Bruder Baum retten

oder

Windbruch muss kein Beinbruch sein

 

Bei fortschreitendem Klimawandel werden heftige Stürme auf der Tagesordnung stehen.

Gleichzeitig wird es durch extreme Trockenheit und übermäßige Regenfälle – jeweils zur falschen Zeit – schwieriger werden, neue Obstbäume erfolgreich zu pflanzen. Das zunehmend regenarme Frühjahr z. B. ist bei uns in Nordbayern als Pflanzzeit für Obstbäume schon heute kaum noch geeignet.

Umso wichtiger werden aufgrund dieser Umstände die Fragen:

Lohnt es sich, einen durch Windbruch geschädigten Obstbaum zu retten?

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W i e    rette ich einen durch Windbruch geschädigten Obstbaum?

 

Die Antwort auf beide Fragen lautet:

Ja, es lohnt sich fast immer, und die damit verbundene Arbeit und Mühe  ist jedenfalls viel geringer, als das Pflanzen und Heranziehen eines neuen Baumes bis zur Größe des durch Windbruch geschädigten.

Und so funktioniert es:

1. Nicht verzagen, wenn Sie das Unglück entdecken:

Baum-Windbruch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Gebrochene Baumteile absägen und Bruchstelle glätten:

 

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3. Wundbereiche mit Lehm verschmieren und anschließend mit Jutenetz-Streifen verbinden (das Jutenetz verhindert ein Absacken des Lehms):

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4) Nach dem Jutenetz wird der Baumstamm mit Leinen umwickelt.

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5. Mit diesem Gewand schaut der Patient richtig schick aus:

 

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6. Zum Schluss wurde die Astgabelung noch wasserdicht gemacht. Der Verband kann nun mehrere Jahre so bleiben wie er ist.

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Dieser Mitmachtipp befindet sich zur Zeit in Bearbeitung u. ist noch nicht vollständig.

 

 

 

 

 

 

IV.

B l ü h e n d e    F e l d r a i n e

 

Ist Ihnen schon aufgefallen, blühende Feldraine werden immer seltener.

Früher wurden Feldraine von Kleinviehhaltern abgemäht. Das Mähgut war eine willkommende Futterquelle für Hasen und Ziegen.

Hasen- und Ziegenhalter gibt es heute kaum noch. Die Feldraine werden im Auftrag der Kommunen abgemäht. Dabei wird das Gras gemulcht und bleibt an Ort und Stelle zerkleinert liegen. Es verrottet und wirkt als Dünger.

Gedüngte Grasflächen aber sind in der Regel arm an blühender Flora. Gefördert wird lediglich das Wachstum der Gräser.

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Außerdem: Beim Mulchen des Grases werden ca. 80 % der Insekten und

                    sonstigen Kleintiere getötet.

Aber Kritik allein führt nicht weiter. Suchen Sie sich einen Feldrain aus, an dem Sie oft vorbeigehen, greifen Sie zum Rechen und rechen Sie das gemulchte Gras zusammen, sobald Sie feststellen, dass der Feldrain gemäht wurde. Wenn Sie einen Garten haben, nehmen Sie das Mähgut mit nach Hause und kompostieren es. Dann können Sie den wertvollen Kompost dort verwenden, wo er tatsächlich hingehört: zu den stark zehrenden Gemüsepflanzen.

Andernfalls bringen Sie den wertvollen Mulch zum nächsten Wertstoffhof oder schütten ihn in die Biotonne.

In wenigen Jahren wird sich Ihre Mühe lohnen. Die Zahl der blühenden Pflanzen wird deutlich zunehmen und mit ihnen die Zahl der Insekten, die vom Nektar der Blüten leben. Eine hohe Insektenzahl wiederum lockt Vögel und Fledermäuse an.

So können Sie aktiv Naturschutz betreiben. Sie werden Nachahmer finden, wenn Sie das lange genug machen. So werden Sie zum berühmten „Schneeball“, der eine Menge in Bewegung setzt.

 

 

 

 

V.

So geben Sie der Natur und der Umwelt eine Chance

– Mitmach-Tipps von Beate Mergenthal –

 

 

 

*
Mähen Sie Ihren Rasen nicht so oft und lassen Sie Gänseblümchen und Co. eine Chance. Vielleicht können Sie einen Streifen auch einfach stehen lassen. Und Löwenzahn, Gänseblümchen und Giersch schmecken sogar ganz wunderbar im Kräuterquark oder Salat.

*

Wenn Sie Brennnesseln in Ihrem Garten haben: lassen Sie sie in einer Ecke stehen. Manche Schmetterlinge brauchen sie dringend zur Eiablage.

*

Schichten Sie abgeschnittene Zweige zu einem Reisighaufen zusammen. Viele Insekten sind dankbar, wenn Sie eine Unterschlupfmöglichkeit finden. 

*

Sammeln Sie Regenwasser für Garten und Blumen. Das ist viel weicher und wärmer als hartes Leitungswasser und kostet nichts – und Sie schonen das kostbare Trinkwasser.

*

Übertreiben Sie es nicht mit dem Gießen. Oft sieht der Boden oberflächlich trocken aus, aber einige Zentimeter tiefer ist er noch feucht. Wenn Sie nicht so oft gießen, holen sich die Pflanzen die Feuchtigkeit aus tieferen Schichten.

*

Denken Sie daran, dass auch Vögel und Insekten Durst haben und stellen Sie eine Vogeltränke auf, die Sie täglich mit frischem Wasser füllen. Notfalls reicht auch schon ein kleiner Topfuntersetzer. 

*
Wussten Sie schon, dass Sie Aludeckel von Joghurts, Sahne etc. auch in der Spülmaschine legen können? Sauberes Alu wird von vielen Wertstoffhöfen zur Wiederverwertung angenommen, oder es kann in den Gelben Sack gegeben werden..  

*

Achten Sie beim Kauf von Plastik-Pfandflaschen darauf, dass sie das Zeichen für Mehrwegverpackungen tragen und nicht nach einmaligem Gebrauch schon wieder geschreddert werden. Allein der Kauf im Getränkemarkt mit Pfand garantiert nicht, dass die Flaschen wiederverwertet werden. 

*

Kaufen Sie Toilettenpapier und Küchenrollen aus recyceltem Papier. Mittlerweile gibt es dreilagiges, wunderbares Material. 

*

Verzichten Sie beim Wäsche waschen auf die Vorwäsche und den Weichspüler und verwenden Sie möglichst nur Feinwaschmittel bis 60°C.

Palmöl zerstört Regenwälder

 

 

Palmöl zerstört Regenwälder

 

Regenwälder sind die artenreichsten Ökosysteme der Erde.

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(Foto Wikipedia)

Aber die Regenwälder sterben, Tag für Tag, nicht nur für die Herstellung von Möbeln oder Papier, sondern auch um neue Flächen für den Anbau von Ölpalmen zu schaffen.

♦ 

Mit Palmöl, dem Öl, das aus den Früchten der Ölpalmen gepresst wird, lassen sich in Europa gute Geschäfte machen. Mittlerweile ist es weltweit das am häufigsten verwendete Pfanzenöl.

 

 

  • Dominant bei der Palmölproduktion sind die Regenwald-Länder Indonesien und Malaysia.

 

 

 

  • Regenwaldflächen von kaum vorstellbarer Größe fallen dem Palmölboom zum Opfer. Es geht um Millionen von Hektar Regenwald.

 

 

 

  • Scheinbar seriöse Firmen, meist sogar börsennotierte Konzerne der westlichen Welt (z. B. Nestle, Procter & Gamble, Unilever etc.) sind als Palmölgroßabnehmer am Palmölboom inklusive Regenwaldzerstörung beteiligt. Keiner dieser Konzerne vermag derzeit zu garantieren, dass das von ihm verwendete Palmöl aus umweltverträglicher Produktion stammt.

 

 

 

  • Nichtsahnende Endverbraucher in den wohlhabenden Ländern machen sich durch den Kauf von Biodiesel, Eiskonfekt, Fertigsuppen, Frittierfett, Hautcremes, Kakaoglasuren, Lippenstiften, Seifen, Shampoos, Tiefkühlpizzas, Waschpulver u. a. palmölhaltigen Produkten zu Handlangern der Regenwald zerstörenden Palmöllobby. In der EU war 2012 der Palmölverbrauch für Biodiesel fast viermal so hoch wie 2006, nämlich 1,869 Mio. t.
  • 2016 betrug der Anteil an importiertem Palmöl im Biodiesel in der EU 33 Prozent.
  • Das EU-Parlament hat sich zwar am 17. Januar 2018 für das Ende von Palmöl als Rohstoff für Biosprit entschieden. Nun müssen aber noch der EU-Ministerrat und die EU Kommission überzeugt werden, Palmöl aus der Erneuerbare Energien Richtlinie zu streichen.

 

 

 

  • Die Umwandlung von tropischen Regenwäldern zu Palmöl-Plantagen beschleunigt nicht nur den Klimawandel, sondern zählt zu den bedeutendsten Veränderungen weltweit, mit potentiell dramatischem Einfluss auf die Biodiversität und Funktionalität natürlicher Ökosysteme (Universität GöttingenNature Communications 2014. Doi: 10.1038/ncomm6351).

 

 

 

  • Ab 13.12.2014 gilt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Jede Verbraucherin, jeder Verbraucher kann seit diesem Zeitpunkt selbst feststellen, ob gekaufte Lebensmittel Palmöl enthalten. Die Zutatenliste auf der Verpackung muss Auskunft darüber geben, welche Art von Fett oder Öl (z. B. Sojaöl, Palmöl etc.) ein Lebensmittelprodukt enthält.

 

 

 

    Nun liegt es an uns, diese Möglichkeit verantwortungsvoll zu nutzen und umweltfreundlich einzukaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eilnachrichten aus dem Natur- und Umweltschutzbereich

Allen, die sich hier einklicken zunächst

 

v i e l   M u t ,  K r a f t  u n d   B e g e i s t e r u n g  

Mut,

um das Alte loszulassen und sich Neuem zuzuwenden

Kraft,

um Widerständen und Anfeindungen Stand zu halten

Begeisterung,

damit wir mit einer optimistischen Grundhaltung unsere Ziele und Vorstellungen verwirklichen können

 

Aus der Metropole Paris wird folgende alte Geschichte erzählt:

„Auf einer Straße in Paris mühten sich drei Handwerker mit mächtigen Steinblöcken ab. Auf die Frage eines Spaziergängers `was machen Sie da?´ antwortete der Erste: `Mühevoll und qualvoll Steine behauen´. Der Zweite: `Wir behauen Steine, um Geld zu verdienen´, und der Dritte antwortete begeistert: `Wir behauen Steine, um eine Kathedrale zu bauen!´“

In diesem Sinne wünschen wir eine erfolgreiche Naturschutzarbeit!

 

 

 

E  i  l  n  a  c  h  r  i  c  h  t  e  n

 

Zurzeit kein Eintrag

 

 

Termine – Veranstaltungen – Aktionen

T e r m i n e

I.

Naturschutzgruppe Leitenbachtal

Nächstes Monatstreffen am Montag, 08. Mai 2017 um 19.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus „Mitten Drinn“ in Memmelsdorf (Hauptstr. 4). Gäste sind willkommen.

 

II.

Bund Naturschutz – Ortsgruppe Strullendorf

Nächstes Treffen (Jahreshauptversammlung) am Dienstag, 09. Mai 2017 um 19.30 Uhr in Amlingstadt, Pfarrheim. Gäste sind willkommen.

 

 

 

 

V e r a n s t a l t u n g e n

Zurzeit keine Veranstaltungen

 


 


 

A k t i o n e n


Zur Zeit keine Aktionen

 

 

 

 

 

 

 

Der Wald

Schutz des Regenwalds

– z. B. durch verantwortungsbewusstes Einkaufen (Beispiel „Palmöl“)

  • An vorderster Stelle bei der Palmölproduktion stehen die Regenwald-Länder Indonesien und Malaysia.
  • Dort fallen Regenwaldflächen von kaum vorstellbarer Größe dem weltweiten Palmölboom zum Opfer. Es geht um Millionen von Hektar Regenwald.
  • Scheinbar seriöse Firmen, meist sogar börsennotierte Konzerne der westlichen Welt (z. B. Henkel, Nestle, Procter & Gamble, Unilever etc.) sind als Palmölgroßabnehmer am Palmölboom inklusive Regenwaldzerstörung beteiligt. Keiner dieser Konzerne vermag derzeit zu garantieren, dass das von ihm verwendete Palmöl aus umweltverträglicher Produktion stammt.
  • Nichts ahnende Endverbraucher in den wohlhabenden Ländern machen sich durch den Kauf von Biodiesel, Eiskonfekt, Fertigsuppen, Frittierfett, Hautcremes, Kakaoglasuren, Lippenstiften, Seifen, Shampoos, Tiefkühlpizzas, Waschpulver u. a. palmölhaltige Produkte zu Handlangern der Regenwald zerstörenden Palmöllobby.
  • Die Umwandlung von tropischen Regenwäldern zu Palmöl-Plantagen beschleunigt nicht nur den Klimawandel, sondern zählt zu den bedeutendsten Veränderungen weltweit, mit potentiell dramatischem Einfluss auf die Biodiversität und Funktionalität natürlicher Ökosysteme (Universität GöttingenNature Communications 2014. Doi: 10.1038/ncomm6351).
  • Ab 13.12.2014 gilt die EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Jede Verbraucherin, jeder Verbraucher kann seit diesem Zeitpunkt selbst feststellen, ob gekaufte Lebensmittel Palmöl enthalten. Die Zutatenliste auf der Verpackung muss Auskunft darüber geben, welche Art von Fett oder Öl (z. B. Sojaöl, Palmöl etc.) das Produkt enthält.

Nutzen wir diese Möglichkeit, verantwortungsbewusst und umweltfreundlich einzukaufen.