Hier können sie sich beteiligen:

 

 

Nachstehend finden Sie zur Zeit die folgenden Tipps:

 

I. Für Umweltfreunde mit sehr wenig Zeit: Umweltkampagnen durch Unterschrift unterstützen

II. Mitmachangebote regional für Interessenten, die im Landkreis Bamberg wohnen

III. Den Bruder Baum retten (Windbruch muss kein Beinbruch sein)

IV. Blühende Feldraine

V. So geben Sie der Natur und der Umwelt eine Chance (Mitmachtipps von Beate Mergenthal)

 

 

I.

Für Umweltfreunde mit sehr wenig Zeit:

Umweltkampagnen durch Unterschrift unterstützen

EU-Bürgerinitiative „Stoppen wir den Ökozid“

Eine Gruppe internationaler Juristen und Juristinnen ist der Überzeugung, dass wir als Zivilisation nun bereit sind für einen nächsten Schritt: Ökozid weltweit zu einem Verbrechen zu erklären. Ökozid wird dabei definiert als

      „die erhebliche Beschädigung, Zerstörung oder der Verlust von Ökosystemen

       eines bestimmten Gebietes durch menschliches Handeln oder andere

      Ursachen in einem Ausmaß, welches die friedliche Nutzung des Gebietes

      durch seine Bewohner stark einschränkt oder einschränken wird“.

Dieses Ziel soll über eine europäische Bürgerinitiative erreicht werden. Wer mitmachen will, kann sich an der Aktion unter www.endecocide.eu beteiligen.

Weitere Infos unter www. oekozid.org

 

II.

M i t m a c h a n g e b o t e   r e g i o n a l

für Interessenten, die im Landkreis Bamberg wohnen

(alle Angebote sind kostenlos, auch keine Vereinsmitgliedschaft etc.)

 

F r ü h j a h r

*

 

Wir betreuen einen Amphibienübergang und suchen ständig Helfer

*

Wir schneiden Bäume auf den Streuobstwiesen

*

Wir veredeln kleine Obstbäume mit wertvollen alten Obstsorten

*

Wir sammeln Heilkräuter auf unseren Streuobstwiesen

 

 

Wenn Sie (männlich o. weiblich, jung o. alt) mitmachen wollen, erreichen Sie uns unter 09543/9456 oder

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

 

S o m m e r

*

Wir suchen ständig Jugendliche, Erwachsene, Senioren

– männlich oder weiblich –

für Streuobstwiesen-Arbeiten

(Heu rechen, Baumscheiben pflegen etc.)

Wenn Sie mitmachen wollen, erreichen Sie uns unter 09543/9456 oder

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

 

H e r b s t

 

  • S c h u l h ö f e  mit Nistkästen ausstatten

  • Auf Streuobstwiesen   L e b e n s b e d i n g u n g e n   für gefährdete Vogelarten schaffen

  • F e l d r a i n e   mit Obstbäumen bepflanzen (alte Sorten) oder seltene Pflanzenarten wieder ansiedeln

Auch hier kann jeder/jede mitmachen, vom Jugendlichen bis zum Greis.

Sie erreichen uns unter 09543/9456 oder info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

W i n t e r

 

Ca. 300 Nistkästen warten darauf, gereinigt zu werden (auf Streuobstwiesen oder im Auftrag von Privatleuten). Dabei werden die Nistergebnisse statistisch erfasst. Anhand des Nestes wird die Vogelart bestimmt, die in den einzelnen Kästen gebrütet hat.

*

Wir organisieren Vorträge zu aktuellen Natur- u. Umweltschutzthemen

*

Wir informieren die Öffentlichkeit über Entwicklungen,

die der Natur und der Umwelt schaden

*

Mit mutigen Natur- u. Umweltschützer führen wir

bei bestimmten öffentlichen Anlässen Aktionen durch

(z. B. Spruchband-Demos gegen den Konsumwahn)

*

Wir suchen die Zusammenarbeit mit Schulen

(wir kaufen z. B. Bau von Schulen im Werkunterricht gebaute Nistkästen)

 

Auch hier gilt: Wenn Sie (männlich o. weiblich, jung o. alt) mitmachen wollen, erreichen Sie uns unter 09543/9456 oder

info@naturschutz-zum-mitmachen.de

 

G a n z j ä h r i g   bieten wir an

Treffen mit Gleichgesinnten in regelmäßigen und unregelmäßigen Abständen

 

 

 

 

III.

Den Bruder Baum retten

oder

Windbruch muss kein Beinbruch sein

 

Bei fortschreitendem Klimawandel werden heftige Stürme auf der Tagesordnung stehen.

Gleichzeitig wird es durch extreme Trockenheit und übermäßige Regenfälle – jeweils zur falschen Zeit – schwieriger werden, neue Obstbäume erfolgreich zu pflanzen. Das zunehmend regenarme Frühjahr z. B. ist bei uns in Nordbayern als Pflanzzeit für Obstbäume schon heute kaum noch geeignet.

Umso wichtiger werden aufgrund dieser Umstände die Fragen:

Lohnt es sich, einen durch Windbruch geschädigten Obstbaum zu retten?

u n d

W i e    rette ich einen durch Windbruch geschädigten Obstbaum?

 

Die Antwort auf beide Fragen lautet:

Ja, es lohnt sich fast immer, und die damit verbundene Arbeit und Mühe  ist jedenfalls viel geringer, als das Pflanzen und Heranziehen eines neuen Baumes bis zur Größe des durch Windbruch geschädigten.

Und so funktioniert es:

1. Nicht verzagen, wenn Sie das Unglück entdecken:

Baum-Windbruch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Gebrochene Baumteile absägen und Bruchstelle glätten:

 

ov_baumbruchstelleglaetten

 

 

3. Wundbereiche mit Lehm verschmieren und anschließend mit Jutenetz-Streifen verbinden (das Jutenetz verhindert ein Absacken des Lehms):

    ov_baumjuteverband3

 

4) Nach dem Jutenetz wird der Baumstamm mit Leinen umwickelt.

ov_baumleinenverband5

 

5. Mit diesem Gewand schaut der Patient richtig schick aus:

 

ov_baumleinenverbandg

 

6. Zum Schluss wurde die Astgabelung noch wasserdicht gemacht. Der Verband kann nun mehrere Jahre so bleiben wie er ist.

ov_baumpvcabdichtungjpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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IV.

B l ü h e n d e    F e l d r a i n e

 

Ist Ihnen schon aufgefallen, blühende Feldraine werden immer seltener.

Früher wurden Feldraine von Kleinviehhaltern abgemäht. Das Mähgut war eine willkommende Futterquelle für Hasen und Ziegen.

Hasen- und Ziegenhalter gibt es heute kaum noch. Die Feldraine werden im Auftrag der Kommunen abgemäht. Dabei wird das Gras gemulcht und bleibt an Ort und Stelle zerkleinert liegen. Es verrottet und wirkt als Dünger.

Gedüngte Grasflächen aber sind in der Regel arm an blühender Flora. Gefördert wird lediglich das Wachstum der Gräser.

Feldrainpflege-2._003

Außerdem: Beim Mulchen des Grases werden ca. 80 % der Insekten und

                    sonstigen Kleintiere getötet.

Aber Kritik allein führt nicht weiter. Suchen Sie sich einen Feldrain aus, an dem Sie oft vorbeigehen, greifen Sie zum Rechen und rechen Sie das gemulchte Gras zusammen, sobald Sie feststellen, dass der Feldrain gemäht wurde. Wenn Sie einen Garten haben, nehmen Sie das Mähgut mit nach Hause und kompostieren es. Dann können Sie den wertvollen Kompost dort verwenden, wo er tatsächlich hingehört: zu den stark zehrenden Gemüsepflanzen.

Andernfalls bringen Sie den wertvollen Mulch zum nächsten Wertstoffhof oder schütten ihn in die Biotonne.

In wenigen Jahren wird sich Ihre Mühe lohnen. Die Zahl der blühenden Pflanzen wird deutlich zunehmen und mit ihnen die Zahl der Insekten, die vom Nektar der Blüten leben. Eine hohe Insektenzahl wiederum lockt Vögel und Fledermäuse an.

So können Sie aktiv Naturschutz betreiben. Sie werden Nachahmer finden, wenn Sie das lange genug machen. So werden Sie zum berühmten „Schneeball“, der eine Menge in Bewegung setzt.

 

 

 

 

V.

So geben Sie der Natur und der Umwelt eine Chance

– Mitmach-Tipps von Beate Mergenthal –

 

 

 

*
Mähen Sie Ihren Rasen nicht so oft und lassen Sie Gänseblümchen und Co. eine Chance. Vielleicht können Sie einen Streifen auch einfach stehen lassen. Und Löwenzahn, Gänseblümchen und Giersch schmecken sogar ganz wunderbar im Kräuterquark oder Salat.

*

Wenn Sie Brennnesseln in Ihrem Garten haben: lassen Sie sie in einer Ecke stehen. Manche Schmetterlinge brauchen sie dringend zur Eiablage.

*

Schichten Sie abgeschnittene Zweige zu einem Reisighaufen zusammen. Viele Insekten sind dankbar, wenn Sie eine Unterschlupfmöglichkeit finden. 

*

Sammeln Sie Regenwasser für Garten und Blumen. Das ist viel weicher und wärmer als hartes Leitungswasser und kostet nichts – und Sie schonen das kostbare Trinkwasser.

*

Übertreiben Sie es nicht mit dem Gießen. Oft sieht der Boden oberflächlich trocken aus, aber einige Zentimeter tiefer ist er noch feucht. Wenn Sie nicht so oft gießen, holen sich die Pflanzen die Feuchtigkeit aus tieferen Schichten.

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Denken Sie daran, dass auch Vögel und Insekten Durst haben und stellen Sie eine Vogeltränke auf, die Sie täglich mit frischem Wasser füllen. Notfalls reicht auch schon ein kleiner Topfuntersetzer. 

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Wussten Sie schon, dass Sie Aludeckel von Joghurts, Sahne etc. auch in der Spülmaschine legen können? Sauberes Alu wird von vielen Wertstoffhöfen zur Wiederverwertung angenommen, oder es kann in den Gelben Sack gegeben werden..  

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Achten Sie beim Kauf von Plastik-Pfandflaschen darauf, dass sie das Zeichen für Mehrwegverpackungen tragen und nicht nach einmaligem Gebrauch schon wieder geschreddert werden. Allein der Kauf im Getränkemarkt mit Pfand garantiert nicht, dass die Flaschen wiederverwertet werden. 

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Kaufen Sie Toilettenpapier und Küchenrollen aus recyceltem Papier. Mittlerweile gibt es dreilagiges, wunderbares Material. 

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Verzichten Sie beim Wäsche waschen auf die Vorwäsche und den Weichspüler und verwenden Sie möglichst nur Feinwaschmittel bis 60°C.

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