Brennpunkt – Bayerisches Volksbegehren Rettet die Bienen

Volksbegehren

„Rettet die Bienen“

Es gab während der Eintragungsfrist leider viele

Fake News ,

um das Volksbegehren schlecht zu reden.
Lassen Sie sich auch künftig durch Falschmeldungen & Halbwahrheiten bzgl. des Volksbegehrens nicht verunsichern. Niemand wird durch das Volksbegehren wirtschaftlich geschädigt. Es gibt nur Gewinner, wenn es erfolgreich über die Bühne geht.
Am häufigsten werden Ihnen folgende Meldungen begegnet sein oder künftig noch begegnen, die Sie leicht als Lügen oder Halbwahrheiten entlarven können:
  • „Die Bienen müssten gar nicht gerettet werden, denn momentan sei sogar eine Zunahme der Bienen zu verzeichnen.“                         
    Das ist eine Falschmeldung. Richtig ist: Weltweit gibt es 9 Honigbienenarten und ca. 20.000 Wildbienenarten. Auch zahlenmäßig gibt wesentlich mehr Wildbienen als Honigbienen. Nur die Zahl der Honigbienen hat geringfügig zugenommen. Von den knapp 600 Wildbienenarten in Deutschland steht etwa die Hälfte auf der Roten Liste und kämpft ums Überleben.
  • „Landwirte seien die großen Sündenböcke, die für alles verantwortlich gemacht würden“
    Es handelt sich um eine Halbwahrheit. Das Volksbegehren beinhaltet an keiner Stelle eine Schuldzuweisung an die Landwirte. Tatsache ist allerdings, dass die kompromisslose „Weiter-so-Haltung“ des Bayerischen Bauernverbandes dem Image der Landwirte nicht förderlich ist.Der Bevölkerung wird zunehmend bewusst, dass die Landwirte in Bayern über die Hälfte ihres Einkommens aus staatlicher Förderung beziehen. Dafür bezahlt der Steuerzahler.
    Als Mitfinanzierer wollen immer mehr Menschen auch mitentscheiden, für welche Art von Landwirtschaft diese Gelder ausgegeben werden.
     
  • „Das Volksbegehren führe zu einer Enteignung der Landwirte“                                                                                                                        Bei dieser Behauptung handelt es sich um eine bösartige   Falschmeldung. Es gibt keine einzige Passage im Text des Volksbegehrens, die eine solche Schlussfolgerung zulässt.
    Die Landwirte werden auch zu keiner bestimmten Wirtschaftsweise gezwungen. Dass sie mehr Fördermittel bekommen, wenn sie Natur schonender bearbeiten und sich für mehr Artenvielfalt einsetzen, ist recht und billig.
  • „Das Volksbegehren ziele auf ein Verbot der Pestizidanwendung ab.“
    Auch das ist eine Falschmeldung, denn ein einzelnes Bundesland kann den Pestizideinsatz nicht allgemein verbieten. Aber es kann sein Naturschutzgesetz so verschärfen, dass eine Pestizidausbringung in Naturschutzgebieten und auf staatseigenen Flächen nicht mehr möglich ist. Nur eine solche Regelung sieht das Volksbegehren vor, und sie ist längst überfällig.
  • „Das Volksbegehren sei überflüssig, weil der Bauernverband, die Staatsregierung und die Bauern durch Teilnahme an diversen Programmen (z. B. Vertragsnaturschutzprogramm, Kulturlandschaftsprogramm, Aktion „Bayern blüht auf“) schon sehr viel zum Schutz der Natur leisteten“                                                                                                                              Diese Behauptung ist nur die halbe Wahrheit. Die erwähnten Programme haben sich als unzureichend erwiesen. Sie waren nicht einmal in Lage, das Artensterben zu verlangsamen, geschweige denn zu stoppen. Artenschwund, Bodenerosion, Überdüngung – Umweltschutz in der Landwirtschaft kommt viel zu langsam voran. Helfen kann nur eine geänderte Wirtschaftsweise.

Schreibe einen Kommentar