Bienen & Bauern retten

Zurzeit läuft die europäische Bürgerinitiative „Bienen & Bauern retten“. Sie verfolgt diese Ziele:

  1. Schrittweiser Ausstieg aus synthetischen Pestiziden.
    Der Einsatz von synthetischen Pestiziden wird bis 2030 um 80 Prozent reduziert. Bis 2035 steigt die EU komplett aus der Nutzung der Ackergifte aus.
  2. Maßnahmen zur Erholung der Biodiversität.
    Biotopflächen in landwirtschaftlichen Flächen werden wiederbelebt und Produktionsmethoden so gestaltet, dass die Landwirtschaft wieder einen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt leistet.
  3. Unterstützung der Bäuerinnen und Bauern.
    Die Europäische Agrarpolitik wird reformiert. Kleinteilige, vielfältige und nachhaltige landwirtschaftliche Strukturen werden bevorzugt, der Ökolandbau ausgeweitet sowie die Forschung zu pestizid- und gentechnikfreiem Anbau gefördert.

Sie können mitmachen und online unterzeichnen. Verwenden Sie dazu den Link

https://www.umweltinstitut.org/index.php?id=2946

Herbizidverbot für versiegelte Flächen

Nach § 12 BayPflSchG ist es untersagt, auf versiegelten o. befestigten Flächen (z. B. gepflasterte Einfahrten, Höfe)  Herbizide einzusetzen. Wer also glaubt, Glyphosat sei ein geeignetes Mittel, um schnell und ohne körperliche Anstrengung das Wildkraut in den Gehwegkanten vor dem eigenen Anwesen zu beseitigen, sollte sich das noch einmal überlegen. Verstöße gegen das Verbot beeinträchtigen die Gewässerqualität, sind keine Kavaliersdelikte u. können mit hohen Geldbußen geahndet werden.

Klimaschutz oder Freihandel – beides geht nicht.

Heute im Angebot: Grillsteaks aus Uruguay, südafrik. Straußensteaks, US-Black-Angus-Chuck-Eye-Steaks. Freihandelsabkommen machen dies möglich; aber Vorsicht, sie sind Klimakiller. Schauen Sie über den Tellerrand, setzen Sie auf regionale Produkte, am besten fleischlos.

Machen Sie es nicht wie unsere Politiker: Sie erwecken den Anschein, beides sei möglich, Freihandel & Klimaschutz. Wir erleben täglich, dass dies nicht klappt. Das wäre die Quadratur des Kreises!

Digitalisierung – Retter in der Not oder umweltzerstörender Brandbeschleuniger?

Es scheint heute auf dem Parkett von Wirtschaft und Politik üblich zu sein, Neuentwicklungen ohne Berücksichtigung des Bürgerwillens durchzusetzen, sofern sie hohe wirtschaftliche Gewinne versprechen. Dabei werden angebliche Vorteile so lange gebetsmühlenartig wiederholt, bis der Großteil der Bevölkerung sie sich zu eigen macht. Von Nachteilen und Gefahren wird abgelenkt, nicht selten werden sie verharmlost. Wenn es um Profit geht, wird auch das Vorsorgeprinzip zum Luxus, den sich die Wirtschaft plötzlich nicht mehr leisten kann.

Beispielhaft für diese Vorgehensweise ist im Rahmen der Digitalisierung die neue Mobilfunktechnologie 5G. Werden hier doch Dinge behauptet, die offensichtlich nicht zutreffen. Prof. Dr. Werner Thiede bringt dies in seinem Beitrag „Desinformationen über 5G – Richtigstellungen über Gesundheitsrisiken beim neuen Mobilfunk-Standard“ („Naturheilkunde“ Heft 3, 2019) auf den Punkt.

Was den Bürgerinnen und Bürgern bei der Mobilfunktechnologie 5G besonders Sorgen bereitet, ist die Grenzenlosigkeit der Auswirkungen auf ihre Lebensgestaltung und die scheinbare Schutzlosigkeit, mit der sie sich diesen Veränderungen ausgeliefert fühlen. Dass diese Ängste keineswegs unbegründet sind, bestätigt auch der 1992 eingerichtete „Wissenschaftliche Beirat  der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (nachstehend kurz: „WBGU“). Er kommt in seinem Hauptgutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ aus dem Jahr 2019 u. a. zu folgenden Ergebnissen:

  • „Im Großen wirken Digitalisierungsprozesse heute eher als Brandbeschleuniger bestehender nicht nachhaltiger Trends, also der Übernutzung natürlicher Ressourcen und wachsender sozialer Ungleichheit in vielen Ländern.“
  • „Offenkundig ist, dass „die Digitalisierung“ zahlreiche nachhaltigkeitsschädliche wie auch nachhaltigkeitsförderliche Effekte haben kann. … Offenkundig ist aber auch, dass eine systematische Analyse der einschlägigen Chancen und Risiken nicht existiert, weder für Deutschland noch für den Globus. Insofern identifiziert der WBGU hier nicht nur große Handlungsdefizite, sondern auch eine eklatante Forschungslücke.“
  • „Unsere Ökonomien und Gesellschaften befinden sich noch immer auf Kollisionskurs mit dem Erdsystem. Zudem unterminieren soziale Fliehkräfte den Zusammenhalt und die Stabilität vieler Gesellschaften. Wie der digitale Wandel die Nachhaltigkeitstransformationen erleichtert, erschwert oder auch zu ganz neuen Anforderungen an nachhaltige Gesellschaften sowie zu veränderten Nachhaltigkeitsverständnissen führt, ist bisher nur unzureichend erforscht. Insofern benennt der WBGU im Gutachten nicht nur massive Handlungsdefizite, sondern ebenso eklatante Forschungslücken und stellt Kernbotschaften heraus.“
  • „Derzeit verstetigt die Digitalisierung bestehende Trends zu steigenden Emissionen, steigenden Ressourcenverbräuchen, Übernutzung von Böden und Zerstörung von Ökosystemen und führt zur Produktion von immer mehr Elektroschrott. Die notwendige Trendwende in Richtung einer vollständigen Entkopplung der Digitalisierung von Emissionen und Belastung von Ökosystemen zeichnet sich nicht ab, obwohl zahlreiche internationale Abkommen bereits Ziele zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen formulieren.“
  • „Menschen müssen befähigt werden, die anstehenden Umbrüche zu verstehen und mitzugestalten. Umfassende Bildung für nachhaltige Entwicklung im Digitalen Zeitalter ist der Schlüssel hierzu.“

Die Bundesregierung zeigt bislang bei der Umsetzung dieser Empfehlungen des WGBU große Defizite. Anstatt die Sorgen und Ängste ihrer Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit der Einführung der Mobilfunktechnologie 5G ernst zu nehmen, ihnen Mitgestaltungsrechte einzuräumen und gemeinsam auf die Minimierung von Risiken hinzuarbeiten, bestreitet sie deren Vorhandensein und überlässt das Steuer in großzügiger Weise profitorientierten privatwirtschaftlichen Akteuren. Es ist allerhöchste Zeit, Digitalisierungsskeptiker als Partner zu akzeptieren, ihre gesundheitlichen Bedenken einer neutralen Prüfung zu unterziehen und das Prinzip der Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu rücken.

Klimawandel – letzte Chance

Unser heutiges Verhalten in Sachen Klimawandel wird die Zukunft des Planeten Erde bestimmen. Wir haben aktuell wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, ein Fenster zu öffnen, das unseren Enkelkindern auf Dauer verschlossen bleiben wird. Sie werden die schwere Hypothek, die wir Ihnen hinterlassen, dann nicht mehr zurückzahlen können. Lassen wir deshalb unsere letzte Chance i. S. Klimawandel nicht verstreichen, sonst werden wir als gefühlskalt u. rücksichtslos in die Annalen eingehen.

Hochwasser, Parkbank, Überflutet, Rot

5G-Technologie

5G-Technologie – ist die notwendige Infrastruktur für das „Internet der Dinge (IoT)“, mit dem hinter dem Rücken der Zivilgesellschaft eine Vernetzung der persönlichen Lebensbereiche erfolgen soll. Die Wirtschaft rechnet mit gewaltigen Gewinnsteigerungen. Wachen wir auf, sonst stehen wir vor vollendeten Tatsachen! –

Wertvolle Hinweise zu diesem Thema liefert Ihnen die Homepage von „diagnose: funk – Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung e. V.“

http://www.diagnose-funk.org