Unsere Böden, unser Schicksal

 

Aktuelle Situation

Wir leben von unseren Böden. 95 % unserer Lebensmittel sind Produkte der Böden. Um unsere Ernährung langfristig zu sichern, brauchen wir fruchtbare, lebendige Böden.

Aber unsere Böden sind mehr, als nur Nahrungslieferanten.

  • Ohne intakte Böden gibt es kein sauberes Trinkwasser.
  • funktionierende Böden sind ausgezeichnete CO2-Speicher. Defizite beschleunigen den Klimawandel.
  • Die Artenvielfalt braucht gesunde Böden.

 

Boden, Trocken, Ausgedörrt, Wüste, Riss, Spalte

Die Böden Europas weisen –  unter Berücksichtigung des Bodenverlusts durch Flächenversiegelungen etc. –  mit 23 % weltweit jedoch den höchsten Anteil an degradierten Flächen aus, Flächen also, die ihre natürliche Bodenfunktion nicht mehr voll erfüllen können (vgl. https://hypersoil.uni-muenster.de/0/02/02/01.htm). Ihre Funktionsfähigkeit wieder herzustellen, ist eine Aufgabe, die den Zeithorizont der derzeit lebenden Menschen weit übersteigt.

Maisfeld in Bayern nach einem heftigen Gewitterregen am 14.05.2010

 

Wir verbrauchen unsere Böden –

wir verbrauchen ein nicht erneuerbares Gut

 

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Ungeachtet dieser enormen Bedeutung „verbrauchen“ wir unsere Böden, als wären sie eine unerschöpfliche Handelsware. Tag für Tag nehmen wir in Deutschland im Durchschnitt 66 ha (Stand: 2017) Boden in Anspruch und machen daraus in unumkehrbarer Weise Straßen, Plätze, Wohngebäude und Gewerbehallen.

Da uns diese Flächen für die Nahrungsmittelproduktion nicht mehr zur Verfügung stehen, leben wir ganz einfach von den Böden jenseits unserer Landesgrenzen. Jährlich fast 80 Millionen Hektar „fremdes Land“ benötigen wir Deutschen zwischenzeitlich, um auf unsere Art und Weise satt zu werden. Im Jahre 2015 importierte Deutschland z. B. Milch- und Milcherzeugnisse im Wert 5,6 Milliarden Euro.

 

Was dringend nötig wäre

  • Eine Landwirtschaft, die nicht gegen, sondern mit der Natur arbeitet.
  • Eine Reduzierung des maßlosen Flächenverbrauchs.
  • Eine Drosselung der Fleisch- und Milchproduktion, die weltweit riesige Flächen für die Futtermittelerzeugung in Beschlag nimmt.
  • Längst überfällige gesetzliche Bodenschutzregeln auf europäischer Ebene (wer den Boden schützt, schützt Menschen, Tiere und Pflanzen).

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