Bundestasgswahl 2021 – Klimawahl

Wirtschaftswachstum ist „die heilige Kuh“ (neo-)liberaler Politik: Immer mehr, immer größer, immer schneller und ohne staatliche Eingriffe. Wachstum in jeder Form – auch „Grünes Wirtschaftswachstum“ – verschärft jedoch den Klimawandel. Wählen Sie deshalb am Sonntag Parteien mit einem Postwachstums-Konzept; wählen Sie klimabewusst. (Initiative „Naturschutz zum Mitmachen“,  info@naturschutz-zum-mitmachen.de)

Bundestagswahl 2021 – Klimawahl

Unser heutiges Verhalten in Sachen Klimawandel wird die Zukunft des Planeten Erde bestimmen. Wir haben aktuell wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, ein Fenster zu öffnen, das unseren Enkelkindern auf Dauer verschlossen bleiben wird. Sie werden die schwere Hypothek, die wir Ihnen hinterlassen, dann nicht mehr zurückzahlen können. Lassen wir deshalb unsere letzte Chance i. S. Klimawandel nicht verstreichen, sonst werden wir als gefühlskalt u. rücksichtslos in die Annalen eingehen. Eine Kehrtwende wäre am 26. September 2021 noch möglich. Machen Sie davon Gebrauch, handeln Sie verantwortungsvoll, wählen Sie klimabewusst.

Bundestagswahl 2021 – Klimawahl

Ein namhafter Politiker hat das Wort „Klimawohlstand“ kreiert. Er verspricht beides: Klimaschutz bei anhaltendem Wohlstand. Solche Versprechen sind nicht erfüllbar u. deshalb unseriös. Zahlreiche Wissenschaftler bestätigen seit langem: Unser Wohlstand ist ressourcenintensiv, verschwenderisch u. CO2-lastig. Er verschärft die Klimakrise u. wird ihr letztlich zum Opfer fallen. Wählen Sie nur Politiker, die in Sachen Klimawandel glaubwürdig,  ehrlich u. handlungsfähig sind.

Bundestagswahl 2021 – Schicksalswahl

Die Klimakrise ist menschengemacht. Es gibt keine Zweifel mehr. Aber trotzdem gibt es sie immer noch, die Klimawandelleugner, die Zweifler u. Ignoranten, auch u. gerade in der Politik. Geben Sie ihnen bei der Bundestagswahl keine Chance. Ein „weiter so“ wie bisher eine ganze Legislaturperiode lang wäre unverantwortlich. Seien Sie zukunftsorientiert, wählen Sie klimabewusst!

Glyphosat

Mexikos Regierung verbietet ab 2024 nicht nur den Einsatz von Glyphosat auf seinem Territorium, sondern auch Import u. Anbau von Gen-Mais sowie dessen Verwendung in Lebensmitteln. Schlechte Nachricht: Der Agrarattaché der deutschen Botschaft in Mexiko Martin Nissen, SPD, soll diesen Importstopp für Glyphosat angeblich scharf kritisiert u. der mexikanischen Landwirtschaft „düstere Zeiten“ prophezeit haben. Info@naturschutz-zum-mitmachen.de

Ökologische Landwirtschaftsreform

Ökolog. Landwirtschaftreform aus der Petrischale, ohne Bundestag & Bauernverband: Weltweit arbeiten zahlreiche Unternehmen mit Hochdruck daran, Fleisch kostengünstig in Bioreaktoren zu züchten. Das könnte noch in diesem Jahrzehnt das Ende der umwelt- u. klimafeindlichen Intensivtierhaltung u. des weltweit hohen Flächenbedarfs für den Futtermittelanbau bedeuten. Mehr zu diesem Thema z. B. unter

https://www.kit.edu/kit/pi_2017_131_schnitzel-aus-der-petrischale-stosst-auf-akzeptanz.php

Ökologischer Fußabdruck verschiedener Getränke

Wissen ermöglicht Wandel

Ökologischer Fußabdruck verschiedener Getränke:

CO²-Äquivalent (kg/je Liter Getränk):

Kuhmilch 3,2;

Sojamilch 1,0;

Hafermilch 0,9;

Reismilch 1,2 

Mandelmilch 0,7

Flächenbedarf (m²/je Liter Getränk):

Kuhmilch 9,0

Sojamilch 0,7 

Hafermilch 0,8

Reismilch 0,3

Mandelmilch 0,5

Wasserbrauch (Liter/je Liter Getränk):

Kuhmilch 628

Sojamilch 28

Hafermilch 48

Reismilch 270

Mandelmilch 371 (!)

Quellen: Poore & Nemecek, Science 2018; Greenpeace-Magaz. 4.19

Mehr zu diesem Thema auch von der Albert-Schweitzer-Stiftung unter

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/oekobilanz-pflanzenmilch

Herbizidverbot für versiegelte Flächen

Nach § 12 BayPflSchG ist es untersagt, auf versiegelten o. befestigten Flächen (z. B. gepflasterte Einfahrten, Höfe)  Herbizide einzusetzen. Wer also glaubt, Glyphosat sei ein geeignetes Mittel, um schnell und ohne körperliche Anstrengung das Wildkraut in den Gehwegkanten vor dem eigenen Anwesen zu beseitigen, sollte sich das noch einmal überlegen. Verstöße gegen das Verbot beeinträchtigen die Gewässerqualität, sind keine Kavaliersdelikte u. können mit hohen Geldbußen geahndet werden.

Digitalisierung – Retter in der Not oder umweltzerstörender Brandbeschleuniger?

Es scheint heute auf dem Parkett von Wirtschaft und Politik üblich zu sein, Neuentwicklungen ohne Berücksichtigung des Bürgerwillens durchzusetzen, sofern sie hohe wirtschaftliche Gewinne versprechen. Dabei werden angebliche Vorteile so lange gebetsmühlenartig wiederholt, bis der Großteil der Bevölkerung sie sich zu eigen macht. Von Nachteilen und Gefahren wird abgelenkt, nicht selten werden sie verharmlost. Wenn es um Profit geht, wird auch das Vorsorgeprinzip zum Luxus, den sich die Wirtschaft plötzlich nicht mehr leisten kann.

Beispielhaft für diese Vorgehensweise ist im Rahmen der Digitalisierung die neue Mobilfunktechnologie 5G. Werden hier doch Dinge behauptet, die offensichtlich nicht zutreffen. Prof. Dr. Werner Thiede bringt dies in seinem Beitrag „Desinformationen über 5G – Richtigstellungen über Gesundheitsrisiken beim neuen Mobilfunk-Standard“ („Naturheilkunde“ Heft 3, 2019) auf den Punkt.

Was den Bürgerinnen und Bürgern bei der Mobilfunktechnologie 5G besonders Sorgen bereitet, ist die Grenzenlosigkeit der Auswirkungen auf ihre Lebensgestaltung und die scheinbare Schutzlosigkeit, mit der sie sich diesen Veränderungen ausgeliefert fühlen. Dass diese Ängste keineswegs unbegründet sind, bestätigt auch der 1992 eingerichtete „Wissenschaftliche Beirat  der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (nachstehend kurz: „WBGU“). Er kommt in seinem Hauptgutachten „Unsere gemeinsame digitale Zukunft“ aus dem Jahr 2019 u. a. zu folgenden Ergebnissen:

  • „Im Großen wirken Digitalisierungsprozesse heute eher als Brandbeschleuniger bestehender nicht nachhaltiger Trends, also der Übernutzung natürlicher Ressourcen und wachsender sozialer Ungleichheit in vielen Ländern.“
  • „Offenkundig ist, dass „die Digitalisierung“ zahlreiche nachhaltigkeitsschädliche wie auch nachhaltigkeitsförderliche Effekte haben kann. … Offenkundig ist aber auch, dass eine systematische Analyse der einschlägigen Chancen und Risiken nicht existiert, weder für Deutschland noch für den Globus. Insofern identifiziert der WBGU hier nicht nur große Handlungsdefizite, sondern auch eine eklatante Forschungslücke.“
  • „Unsere Ökonomien und Gesellschaften befinden sich noch immer auf Kollisionskurs mit dem Erdsystem. Zudem unterminieren soziale Fliehkräfte den Zusammenhalt und die Stabilität vieler Gesellschaften. Wie der digitale Wandel die Nachhaltigkeitstransformationen erleichtert, erschwert oder auch zu ganz neuen Anforderungen an nachhaltige Gesellschaften sowie zu veränderten Nachhaltigkeitsverständnissen führt, ist bisher nur unzureichend erforscht. Insofern benennt der WBGU im Gutachten nicht nur massive Handlungsdefizite, sondern ebenso eklatante Forschungslücken und stellt Kernbotschaften heraus.“
  • „Derzeit verstetigt die Digitalisierung bestehende Trends zu steigenden Emissionen, steigenden Ressourcenverbräuchen, Übernutzung von Böden und Zerstörung von Ökosystemen und führt zur Produktion von immer mehr Elektroschrott. Die notwendige Trendwende in Richtung einer vollständigen Entkopplung der Digitalisierung von Emissionen und Belastung von Ökosystemen zeichnet sich nicht ab, obwohl zahlreiche internationale Abkommen bereits Ziele zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen formulieren.“
  • „Menschen müssen befähigt werden, die anstehenden Umbrüche zu verstehen und mitzugestalten. Umfassende Bildung für nachhaltige Entwicklung im Digitalen Zeitalter ist der Schlüssel hierzu.“

Die Bundesregierung zeigt bislang bei der Umsetzung dieser Empfehlungen des WGBU große Defizite. Anstatt die Sorgen und Ängste ihrer Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit der Einführung der Mobilfunktechnologie 5G ernst zu nehmen, ihnen Mitgestaltungsrechte einzuräumen und gemeinsam auf die Minimierung von Risiken hinzuarbeiten, bestreitet sie deren Vorhandensein und überlässt das Steuer in großzügiger Weise profitorientierten privatwirtschaftlichen Akteuren. Es ist allerhöchste Zeit, Digitalisierungsskeptiker als Partner zu akzeptieren, ihre gesundheitlichen Bedenken einer neutralen Prüfung zu unterziehen und das Prinzip der Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu rücken.